(Zaninotto et al., 2004, The Annals of Surgery)

Wegen des nicht dauerhafte Effekts der Botoxinjektion (Botox) im direkten Vergleich zur laparoskopischen Heller Myotomie (LHM) ist diese Behandlungsstrategie allenfalls sinnvoll

  • bei nicht operierbaren Patienten
  • als „Überbrückungsstrategie“ zu effektiveren Therapiestrategien (Myotomie)

Zaninotto und Kollegen aus Padua/ Italien haben die Effektivität der Achalasiebehandlung mit endoskopischer Botoxinjektion in einer randomisierten Studie mit der laparoskopischen Myotomie nach Heller verglichen. Insgesamt 80 Patienten waren in die Studie eingeschlossen worden und waren per Zufallsprinzip entweder der mit Botoxinjektion behandelten Gruppe zugelost worden (n=40) oder aber der mit LHM behandelten Gruppe (n=40). Nach 6 Monaten war in beiden Gruppen eine Symptombesserung zu verzeichnen. Allerdings war diese besser in der LHM-Gruppe (82%) im Vergleich zur Botox-Gruppe (66%). Die messbare Senkung des Drucks im Unteren Speiseröhrenschließmuskel war zu diesem Zeitpunkt in beiden Gruppen gleich. Die Verringerung des Speiseröhrendurchmessers war besser in der chirurgisch therapierten Gruppe (19%) im Vergleich zur Botox-Gruppe (5%).  Nach 2 Jahren Nachbeobachtungszeit waren 87,5% der Patienten in der LHM-Gruppe symptomfrei, während nur noch 34% in der Botox-Gruppe symptomfrei waren.  In 65% erlitten die mit Botox behandelten Patienten ein Symptomrezidiv (Wiederauftreten von Symptomen).

Literatur
Zaninotto G, Annese V, Costantini M, Del Genio A, Costantino M, Epifani M, Gatto G, D’onofrio V, Benini L, Contini S, Molena D, Battaglia G, Tardio B, Andriulli A, Ancona E (2004)  Randomized controlled trial of botulinum toxin versus laparoscopic heller myotomy for esophageal achalasia. Ann Surg 239: 364-370. [EXTERNER LINK zur PubMed-Datenbank]