(Tanaka et al., 2013, Journal of Anaesthesiology)

Für die Patientensicherheit während der Narkose für POEM sind drei Aspekte entscheidend:

1. Prävention der Aspirationspneumonie bei der Einleitung, 2. die Erkennung und Behandlung Gas-bedingter Komplikationen, 3. die Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Tanaka und Kollegen von der Anästhesie-Abteilung an der Medizinischen Universität in Nagasaki/ Japan haben jetzt erstmals die anästhesiologischen Aspekte der POEM-Operation in einer Publikation aufgearbeitet. Die Narkosen bei insgesamt 28 POEM-Prozeduren wurden analysiert und die Ergebnisse jetzt im Journal of Anaesthesiology publiziert.

Für die POEM-Prozedur ist eine Intubationsnarkose mit Überdruckbeatmung erforderlich (wie bei den meisten Operationen). In Nagasaki wurden die Narkosen mit dem Narkosegas Sevofluran und dem Analgetikum (Schmerzmittel) Remifentanyl  mit Überdruckbeatmung bei endotrachealer Intubation (Beatmungsschlauch in der Luftröhre, Standard). Zu Beginn der Operation wurden Nahrungsreste in Mund und Speiseröhre abgesaugt. Während der Operation wuurde eine Erhöhung des Kohlendioxids beobachtet, wäährend der Kohlendioxidgabe durch die Endoskopie. Diesem wurde mit Anpassung der Beatmung begegnet. Bei einem Patientwn wurde ein kleines subcutanes Emphysem als Gas-bedingte Komplikation beobachtet. Bei einem Patienten wurde eine intraoperative Herzrhytmusstörung mit einem Betablocker behandelt. Unmittelbar nach dem erfolgreichen POEM Eingriff war bei alllen Patienten die regelrechte Beendigung der Narkose und Extubation möglich.

Literaturstelle

Tanaka E, Murata H, Minami H, Sumikawa K. Anesthetic management of peroral endoscopic myotomy for esophageal achalasia: a retrospective case series. J Anesth. 2013 Nov 2. [Epub ahead of print]