(Teitelbaum et al., 2014, Surg Endosc)

Endo-Flip ist ein Verfahren zur Messung der Dehnbarkeit des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magens. FLIP steht hierbei für “functional lumen imaging probe” – also ein in den Hohlraum eingeführtes Messgerät, bestehend aus einem mit einem Ballon bestückten Katheter. Aktuell wird Endo-Flip intensiv zur Vorhersage des postoperativen Ergebnis im Rahmen der POEM Operationuntersucht (Würzburg ist die erste und bislang einzige Insitution in Deutschland, die Endo-Flip routinemäßig verwendet)

 

Teitelbaum und Kollegen aus Chicago haben jetzt in eine Publikation ihre Endo-Flip Daten bei 20 Patienten bei laparoskopischer Heller Myotomie und 36 Patienten bei POEM Operation untersucht. Bei beiden Operationen wurde die Distensibilität (Dehnbarkeit) des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen erfolgreich verbessert. Patienten mit einer nur geringen Verbesserung der Dehnbarkeit (Dehnbarkeitsindex (1 und 1.6 Quadratmillimeter pro mmHg) hatten nach der Operation Restbeschwerden und damit ein schlechtes Ergebnis. Der mit Endo-Flip gemessene Dehnbarkeitsindex hing auch mit den postoperativen Eckardt-Scores zusammen. Weiter war der Dehnbarkeitsindex auch ein Messwert, der in bestimmtem Maße einen postoperativen Reflux aus dem Magen vorauszusagen geeignet war.

Weiter Studien müssen die Endo-Flip Messwerte für die ideale Myotomie (gute Dysphagiekontrolle, kein Reflux) bestimmen. Unsere Gruppe an der Universiät Würzburg steuert aktuell ihre Daten zu einer weltweiten multizentrischen Studie bei.

Literaturstelle

Teitelbaum EN, Soper NJ, Pandolfino JE, Kahrilas PJ, Hirano I, Boris L, Nicodème F, Lin Z, Hungness ES. Esophagogastric junction distensibility measurements during Heller myotomy and POEM for achalasia predict postoperative symptomatic outcomes.Surg Endosc. 2014 Jul 24. [Epub ahead of print]