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Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß und Kinderchirurgie

Universitätsklinikum Würzburg

Zentrum für operative Medizin (ZOM)

Oberdürrbacher Straße 6

97080 Würzburg

 

Achalasie-Zentrum Würzburg

Leiter und Ansprechpartner:

Prof. Dr. Burkhard H. A. von Rahden

Tel.: 0931-201-31045

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Terminvergabe:

Zentrales Patientenmanagement (ZPM):

Tel.: 0931-201-39999

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Erstbeschreiber des Krankheitsbildes Achalasie ist Thomas Willis (1621–1675), der als erster auch die erfolgreiche Behandlung eines Patienten durch Dehnung mit einem durch den Mund in die Speiseröhre eingeführten Walfischknochen beschrieben hat.

 

 

Ernst Heller 1913 Kombinert 2Der deutsche Chirurg Ernst Heller (1877 - 1964) hat bereits 1913 das bis heute nach ihm benannte Therapieprinzip der Myotomie (Muskelspaltung) beschrieben. Heute stellt dies in Form der laparoskopischen Myotomie nach Heller (LHM) den Therapiestandard dar, und auch das neue, rein endoskopische Therapieverfahren, die perorale endoskopische Myotomie (POEM) bedient sich dieses Prinzips.

 

 

 

Der Begriff Achalasie wurde allerdings erst später, im Jahre 1927, durch Sir Arthur Hurst (1879–1944) geprägt, der als erster das Krankheitsbild mit Bariumbreischluckuntersuchungen charakterisierte.

 

 

Über die erste Myotomie auf dem Wege der Laparoskopie (Bauchspiegelung) wurde von Alfred Cushieri von der Universität in Dundee im Jahre 1991 berichtet. Dieser Zugangsweg hat sich heute als Standard für die laparoskopische Heller Myotomie (LHM) durchgesetzt.

 

Die erste Myotomie auf dem Wege der Thorakoskopie (Brustkorbspiegelung) wurde im Jahre 1992 von Carlos Pellegrini berichtet, ein Verfahren, was sich allerdings nicht in der klinischen Praxis durchgesetzt hat, da sich der laparoskopische Weg bislang überlegen gezeigt hat.

 

Im Jahre 2010 berichtete Haruhiro Inoue erstmals über die Myotomie auf dem Wege der Endoskopie (Magenspiegelung) beim Menschen. Die erste Serie von 17 Patienten, die mit der peroralen endoskopischen Myotomie (POEM) behandelt wurden, zeigte exzellente Ergebnisse hinsichtlich Dysphagiekontrolle (Aufhebung der Schluckstörung) und geringe Refluxraten (Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre). Diese vielversprechenden Ergebnisse wurden inzwischen bereits durch zahlreiche weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu POEM untermauert.

 

Literatur

Shimi S, Nathanson LK, Cuschieri A (1991) Laparoscopic cardiomyotomy for achalasia. J R Coll Surg Edinb. 36:152-4.

Hurst AF (1927) The treatment of achalasia of the cardia: so-called ‘cardiospasm.’ Lancet i: 618.

Heller E (1913) Extramucöse Cardioplastie beim chronischen Cardiospasmus mit Dilatation des Oesophagus. Mitt Grengeb Med Chir;2:141–149.

Inoue H, Minami H, Kobayashi Y, Sato Y, Kaga M, Suzuki M, Satodate H, Odaka N, Itoh H, Kudo S.Peroral endoscopic myotomy (POEM) for esophageal achalasia. Endoscopy. 2010;42:265-71.

Pellegrini C, Wetter LA, Patti M, Leichter R, Mussan G, Mori T, Bernstein G, Way L (1992) Thoracoscopic esophagomyotomy. Initial experience with a new approach for the treatment of achalasia. Ann Surg;216:291-296; discussion 296-9.