Kontakt

Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß und Kinderchirurgie

Universitätsklinikum Würzburg

Zentrum für operative Medizin (ZOM)

Oberdürrbacher Straße 6

97080 Würzburg

 

Achalasie-Zentrum Würzburg

Leiter und Ansprechpartner:

Prof. Dr. Burkhard H. A. von Rahden

Tel.: 0931-201-31045

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Terminvergabe:

Zentrales Patientenmanagement (ZPM):

Tel.: 0931-201-39999

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[Werner et al., 2015, Gut]

Nachdem in den ersten Jahren der klinischen Erprobung des POEM Verfahrens bislang praktisch ausschließlich exzellente Kurzzeitergebnisse publiziert worden sind (>90% Therapieerfolg nach wenigen Monaten Nachbeobachtung), gibt es jetzt eine erste hochrangig publizierte Arbeit aus drei Zentren (Hamburg, Portland, Rom), die ihre 2-Jahres Daten darstellen und zeigen, dass es bei einigen Patienten im Verlauf zu einer Verschlechterung des Ergebnisses gekommen ist (nur noch 77,5% Therapieerfolg nach 2 Jahren).

Eingeschlossen wurden in die Auswertung nur Patienten mit einem Minimum von 2 Jahren nach POEM bei Achalasie. Als Therapieversagen wurde ein Eckardt-Score von >3 definiert. Hauptergebnisvariable der jetzt vorgelegten Analyse war das Therapieversagen nach 3 Jahren.

80 Patienten standen für die Analyse zur Verfügung (mittleres Alter 44,9 Jahre; 54% Männer). Die klinische Nachbeobachtungszeit betrug 29 Monate (Spanne 24 bis 41). Das initiale klinische Therapieansprechen war in diesem Kolektiv bei 77 Fällen beobachtet worden (96,3%). Klinisches Wiederauftreten der Symptome im Verlauf (späteres Therapieversagen) wurde in 14 Fällen (17,7%) beobachtet. Somit beträgt die Gesamt-Therapieversager-Rate 21,5%.

In einer multivariaten Analyse waren Alter und endoskopische Refluxzeichen unabhängige Parameter zur Vorhersage des Behandlungserfolges.

Von den 17 Therapieversagern, waren 8 Patienten unter den 10 ersten behandelten Fällen in den Kliniken, was einen Zusammenhang mit der klinischen Erfahrung/ Lernkurve nahelegt. In der Studie wird auch über schwere Reflux-bedingte Nebenwirkungen der POEM Prozedur berichtet: In einem Fall war eine schwere Reflux-bedingte Striktur beobachtet worden, die einer Dilatationsbehandlung bedurfte. Bei zwei Patienten ließ sich eine vorübergehende Erhöhung des Eckardt-Scores erfolgreich mit Säureblockern behandelt. Endoscopische Zeichen eine Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung durch aufsteigenden Magensaft) - hauptsächlich geringer Asuprägung (Los Angeles Grad A/B) wurde in 37,5% (37/72) nach zwei Jahren beoabachtet.

Literatur