Kontakt

Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß und Kinderchirurgie

Universitätsklinikum Würzburg

Zentrum für operative Medizin (ZOM)

Oberdürrbacher Straße 6

97080 Würzburg

 

Achalasie-Zentrum Würzburg

Leiter und Ansprechpartner:

Prof. Dr. Burkhard H. A. von Rahden

Tel.: 0931-201-31045

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Terminvergabe:

Zentrales Patientenmanagement (ZPM):

Tel.: 0931-201-39999

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Die laparoskopische Myotomie nach Heller (LHM)

Die laparoskopische Myotomie nach Heller (LHM) ist nach bisherigem Kenntnisstand und Datenlage (Campos et al., 2009) das beste Verfahren zur Therapie der Achalasie und wird deshalb zumeist als Behandlungsstandard empfohlen. Das Verfahren führt zu einer sehr guten Symptomkontrolle (Aufhebung der Dysphagie).

Prinzip

Das Prinzip der Operation ist die von dem deutschen Chirurgen Ernst Heller 1913 vorgeschlagene Myotomie (Muskelspaltung) der erkrankten Muskelfasern am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen (s. detaillierte Erläuterung der Prinzips der Heller Myotomie)


Zugangsweg laparoskopische Myotomie

Der Eingriff wird heute standardmäßig auf minimal-invasivem Wege der Laparoskopie (Bauchspiegelung - sog. "Schlüssellochchirurgie") durchgeführt. Hierzu sind insgesamt 5 kleine Schnitte am Bauch erforderlich (zwischen 5 und 12mm). Dann erfolgt die Freilegung der Speiseröhre und des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen. Hierzu ist das Auflösen der Aufhängungen der Speiseröhre im Zwerchfellschlitz erforderlich.

 

 


Antirefluxoperation


Die Myotomie wird mit einer Antirefluxoperation kombiniert, einer operativen Maßnahme gegen den als Folge der Myotomie möglichen Reflux (Rückfluß von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre), welcher Symptome wie Sodbrennen oder auch eine endoskopisch nachweisbare Entzündung der Speiseröhre (Refluxösophagitis) zur Folge haben kann. Standard ist die Dor-Fundoplikatio, die am Achalasie-Zentrum Würzburg ebenfalls als Standard verwendet wird. Möglich sind aber prinzipiell auch andere Manschetten-Typen (siehe Artikel "Manschettenwahl").

 




Ergebnisse

Mit der laparoskopischen Heller Myotomie wird eine Symptomkontrolle (Aufhebung der Dysphagie) in über 90% erzielt (siehe auch Ergebnisse nach Lap. Heller Myotomie.)

Literatur

Campos et al. (2009) Endoscopic and surgical treatments for achalasia: a systematic review and meta-analysis. Ann Surg. 2009;249:45-57

Yaghoobi et al. (2013) Laparoscopic Heller's myotomy versus pneumatic dilation in the treatment of idiopathic achalasia: a meta-analysis of randomized, controlled trials. Gastrointest Endosc 78:468-75.

Scott et al. (2009) Results of laparoscopic Heller myotomy for extreme megaesophagus: an alternative to esophagectomy. Surg Laparosc Endosc Percutan Tech 19:198-200.

Wang L, Li YM, Li Let al (2009) Meta-analysis of randomized and controlled treatment trials for achalasia. Dig Dis Sci 54:2303-22311.