Definition der Motilitätsstörung Achalasie

Die Achalasie ist eine seltene Motilitätsstörung (=Beweglichkeitsstörung) der Speiseröhre, bei der die Öffnung des unteren Speiseröhrenschließmuskels und auch die Kontraktionen in der röhrenförmigen Speiseröhre (=tubulärer Ösophagus) gestört sind. Der untere Schließmuskel (untere Ösophagussphinkter) erschlafft nur unzureichend beim Schluckakt. Die Kontraktionen im tubulären Ösophagus (röhrenförmige Speiseröhre) sind ausschließlich simultan (als Fachbegriff auf als “tertiäre” Kontraktionen bezeichnet), zeigen also keine vorwärtsgerichtete Peristaltik.

Der Begriff “Achalasie” – aus dem griechischen “achalasis”

Der Begriff Achalasie kommt aus dem Griechischen [achalasis (gr.) = „fehlendes Erschlaffen“] und wurde erst im Jahre 1927 von Sir Arthur Hurst geprägt (siehe Historie). Zuvor sprach man vom “Cardiaspasmus”, d.h. der Verkrampfung des Mageneingangs [=(lat.) cardia].