Die ideale Therapie der Achalasie muss drei Haupt- Therapieziele verfolgen:

 

1. Aufhebung der “Hochdruckzone”

im Bereich des Überganges zwischen Speiseröhre und Magen. Hierdurch wird die Entleerung der Speiseröhre ermöglicht und die “Clearance”, d.h. die Reinigung der Speiseröhre verbessert, obwohl auch die röhrenförmige Speiseröhre in ihrer Beweglichkeit gestört ist und keine vorwärtsgerichtete Peristaltik hat.

2. Vermeidung/ Prävention von Reflux

Die Erkrankung Achalasie ist eigentlich ein sehr guter Schutz gegen das Aufsteigen von Magensaft in die Speiseröhre. Wenn nun der untere Speiseröhrenchließmuskel durch eine Therapie geschwächt wird, kann als Nebenwirkung dieser Therapie Magensaft/ Säure aufsteigen, was als Reflux bezeichnet wird. Dieser Reflux kann symptomatisch sein (Sodbrennen), kann Entzündungen der Speiseröhre (Ösophagitis) hervorrufen.

3. Beseitigung von Brustschmerzen

Ein anderes wichtiges Symptom der Achalasie sind Brustschmerzen, die insbesondere bei der Typ III Achalasie (Spasmodische Form) problematisch sein können. Erfahrungsgemäß ist die Beherrschung des Symptoms Brustschmerzen eher schlechter mit der PD gegenüber denMyotomie-Verfahren. Auch die LHM kann oft Brustschmerzen nur unzureichend behandeln. Hier liegt augenscheinlich der Vorteil von POEM, mit der eine längerstreckige Myotomie bewerkstelligt wird. Dies ist auch der Grund, warum erst durch das POEM Verfahren das Symptom Brustschmerzen stärker in den Mitrtelpunkt der akademischen Bemühungen um diese Erkrankung gerückt ist.

Ein Vergleich der verschiedenen Methoden zur Behandlung der Achalasie hinsichtlich der Effektivität im Hinblick auf diese Therapieziele sind in der Übersicht der verschiedenen Verfahren zur Therapie der Achalasie dargestellt.