Die aktuelle Frage:

Gehöre ich als Achalasie Patient zur COVID-19 Risikogruppe?

Diese Frage habe ich für Sie HIER beantwortet.

…der Informationsseite für Achalasie-Patienten

Hier finden Sie alles zum Krankheitsbild, sowie den aktuellen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich (Prof. Dr. Burkhard von Rahden) mich nun bereits mit der Achalasie und den anderen Ösophagusmotilitätsstörungen. Ich habe eine der Europaweit größten Serien von Achalasie-Patienten operiert (>450 Eingriffe mit beiden Verfahren LHM+Dor und POEM).

Während meiner Würzburger Zeit habe ich dort ein Zentrum für Achalasie unter dem Dach des ZESE (=Zentrum für Seltene Erkrankungen) etabliert.

Jetzt bin ich in Salzburg tätig, wo wir in einer gleichen Struktur Achalasie-Patienten die aktuell beste Therapie anbieten können.

Corona-Krise (Covid-19 Pandemie): Achalasie-Sprechstunde geschlossen

Durch die Covid-19 Pandemie ist aktuell die Achalasie-Sprechstunde leider geschlossen. Es darf aktuell keine geplante Diagnostik und Therapie bei gutartigen Erkrankungen durchgeführt werden.

Es gibt allerdings weiter die Möglichkeit sich über meine Ordination (Praxis) vorzustellen. Die Ordinationen sind jetzt auch explizit durch die Salzburger Ärztekammer autorisiert und ermutigt telefonische Beratungen durchzuführen. Dies ist ein Beitrag zur Vermeidung sozialer Kontakte zur Drosselung der Ausbreitung des Covid-19 Virus.


Bei hohem Leidensdruck können jetzt trotz COVID wieder geplante Operationen bei Achalasie angeboten werden

Heute (16.4.2020) wurde beschlossen, dass die geplanten Operationen bei schwerwiegenden medizinischen Problemen, die einen hohen Leidensdruck verursachen, ab Montag 20.4.2020 an der Universitätsklinik für Chirurgie in Salzburg wieder durchgeführt werden können. Dies gilt insbesondere für Patienten mit Achalasie und stark eingeschränkter Schluckfunktion und entsprechendem Leidensdruck. Wir werden also jetzt so langsam beginnen aufgeschobene Operationen abzuarbeiten. Die Patienten werden durch unser zentrales Patientenmanagment kontaktiert und entsprechend Kapazität einbestellt

Neue Patienten haben bis zur Wiedereröffnung der Sprechstunde die Möglichkeit sich über die Privatordination Prof. von Rahden zu melden: antireflux.info / Tel. +43 (0) 677 – 636 200 02

Unverbindliche Anfragen per e-mail:

Sollten Sie also Leidensdruck haben und Fragen haben bezüglich Ihrer Achalasie-Erkrankung und der erforderlichen Diagnostik und Therapie können Sie gerne Fragen per email richten an ordination@achalasie.info (kostenfrei und unverbindlich).

Termine für persönliche Behandlung in der Ordination:

Und Sie können Termine für eine persönliche Beratung in der Ordination, die auch per Telefon erfolgen kann, über Tel. +43 (0)677 63 62 00 02 (täglich von 8:00 bis 12:00Uhr) vereinbaren.

Liebe Achalasie-Patienten, liebe Kollegen,

Der Leidensweg von Achalasie-Patienten ist oft lang, bevor die Erkrankung durch adäquate Diagnostik erkannt wird. Oft dauert es sogar noch länger, bis Patienten einen in der Therapie der Achalasie erfahrenen Behandler finden, der aus den heute verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten das beste Therapie anbietet. Vielfach wird auch ohne weitere Überlegungen das scheinbar einfachste Behandlungsprinzip angewendet, ohne Berücksichtigung der aktuellen Datenlage, die heute klar die Überlegenheit der akkuraten operativen (Myotomie nach Heller) zeigt.

Wie andere seltene Erkrankungen stellt die Achalasie ein Problem dar, das eindrucksvoll durch oft in ähnlicher Weise erlebte Anekdoten reflektiert wird.

Im Zeitalter des Internets informieren sich Patienten, aber auch Kollegen, gerne ‘Online’. Allerdings sind die Informationen zur Achalasie meist knapp, unvollständig, unverständlich oder veraltet. Kaum haben Laien die Möglichkeit sich über den aktuellen Stand der Achalasie Diagnostik und Therapie in gut aufbereiteter Form zu informieren. Das gleiche gilt für Ärzte, denn auch die professionellen Informationen sind wie das im Studium erlernte meist von ebenso schlechter Qualität. Insbesondere hinsichtlich der neu verfügbaren endoskopischen Operation (perorale ensoskopischen Myotomie (POEM), aber auch über die laparoskopische Operation (laparoskopische Heller Myotomie. LHM) besteht Informationsbedarf. Gerade auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie der Achalasie sind in den letzten Jahren rasante Entwicklungen erzielt worden, die wir hier darstellen.

Die Palette der Behandlungsmöglichkeiten ist heute vielfältig und die Erfolgsaussichten sind sehr gut (Ballondehnung, Botoxinjektion,Laparoskopische Operation, Endoskopische Operation).

Bei den meisten Patienten kann heute eine sehr gute Schluckfunktion wiederhergestellt werden. Reflux (Sodbrennen) kann als Nebenwirkung auftreten, ist aber dann zumeist ebenfalls sehr gut mit konservativen Maßnahmen behandelbar. Mit der endoskopischen Operation (POEM) gelingt nun auch die Beherrschung des Symptoms Brustschmerzen sehr gut, so dass alle drei Haupt-Therapieziele der Operation bei Achalasie zumeist gut erzielt werden können: Aufhebung oder zumindest erhebliche Verbesserung der Schluckstörung und der Brustschmerzen, und Refluxprävention.

Auch die aktuelle Literatur und Datenlage werden wir auf unserer Homepage würdigen. In unserem Achalasie-Publikationen Blog stellen wir neu veröffentlichte Arbeiten zur Achalasie, aber auch Meilenstein-Publikationen zur Achalasie vor, die einen wesentlichen Beitrag für die Konzepte der aktuellen Achalasie-Behandlung erbracht haben.

Am wichtigsten erscheinen uns aktuell die wissenschaftlichen Ergebnisse, die mit dem neuen endoskopischen Therapieverfahren, der POEM Operation, erzielt werden (s. Ergebnisse zu POEM). Einige aktuelle POEM Publikationen sind im Publikationen-Blog POEM abrufbar. Für Medizinprofessionelle und Interessierte haben wir die Zitate der Publikationen mit der Medline-Datenbank (PubMed) verlinkt.

Wir wünschen viel Spaß mit der Seite “achalasie.info” und freuen uns auf Ihre Fragen, die wir dann einarbeiten und in den “Spezifischen Fragen zur Achalasie” veröffentlichen werden.

 

Warum gehört Achalasie-Therapie in die Hand von Spezialisten?

Wegen der Seltenheit der Achalasie (ca. 1 bis 2 Neudiagnosen pro 100.000 Einwohner pro Jahr) haben die meisten Ärzte wenig Erfahrung mit diesem Krankheitsbild. Selbst für Ärzte die viele Magenspiegelungen durchführen, ist die Achalasie eine Rarität und auch nicht direkt, unmittelbar an endoskopischen Kriterien zu erkennen. Insbesondere Frühformen der Achalasie sind überhaupt nicht endoskopisch zu erkennen. Für die Diagnose bedarf es einer Manometrie (Druckmessung der Speiseröhre), die heute nur nochh als hochauflösende Manometrie, HRM. Dieses Verfahren stellt den “Goldstandard” für die Diagnosestellung dar. Trotzdem ist die Methode in nur wenigen Spezialeinheiten (sog. “Gastrointestinale Funktionslabors”) verfügbar, in denen Patient mit funktionellen Erkrankungen der Speiseröhre abgeklärt werden. Nur mit dieser Spezialdiagnostik gelingt die sichere Differenzierung ob die häufige “Volkskrankheit” gastroösophagealer Reflux (“Sodbrennen”) oder seltene Ösophagusmotiilitätsstörungen, wie die Achalasie vorliegen.

Auch die Therapie ist heute sehr komplex und bedarf viel Erfahrung und Kenntnis der Literatur.

Verzerrung durch persönliche Vorlieben des Behandlers

Ein  weiteres für den Patienten wichtiges Problem ist es, dass Ärzte immer das Behandlungsverfahren bevorzugen und  empfehlen, welches Sie selber anwenden können, unter Vernachlässigung der wissenschaftlichen Datenlage. Ungern schickt ein Behandler Patienten zum Spezialisten weiter, wenn er eines der Behandlungsverfahren anbietet. Aus diesem Grunde sollte die Achalasie-Behandlung heute in Zentren durchgeführt werden in denen alle Therapieoptionen “in einer Hand” angeboten wird. Hierdurch ist der Behandler dann völlig frei in der Wahl des Therapieverfahren – unterliegt also nicht der vorgenannten “Verzerrung” – und ist frei jedem Patienten das für ihn beste Verfahren anzubierten.

 

Achalasie-Therapie an der Salzburger Universitätsklink

An der Salzburger Universitätsklinik für Chirurgie,  die eine hochspezialisierte Abteilung für interventionelle Endoskopie beinhaltet, werden alle therapeutischen Methoden (Laparoskopische Heller MyotomiePerorale endoskopische Myotomie, Pneumatische Dilatation etc.) vorgehhalten. Auch die ebenfalls wichtigen Verfahren zum Komplikationsmanagement (Endo-VAC-Therapie, Stent-Platzierung etc.) werden dort vorgehalten. Mit all diesen Verfahren, insbesondere der maßgeschneiderten Anwendung von POEM und LHM besteht große Erfahrung, mit mehreren Hundert persönlich durchgeführten Eingriffen. Mit aktuell n=220 persönlich durchgeführten POEM Operationen habe ich (Prof. von Rahden) eine der europaweit größten Serien mit diesem Eingriffe operiert. Hinzu kommen 150 LHM Operationen, sowie komplexer laparoskopischer Wiederholungsoperationen (“Revisionseingriffe”) beim Wiederauftreten von Beschwerden.

Wir kümmern uns in Salzburg als Spezialisten intensiv um dieses Krankheitsbild und die betroffenen Patienten. Die Konzepte werden basierend auf der aktuellen Datenlage und den aktuellen Leitlinien erstellt, die wir Ihnen gerne in unserer ‘Achalasie-Sprechstunde’/ ‘Sprechstunde für Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltraktes’ erläutern.

Wir verbleiben mit dem Gruß der Achalasie-Selbsthilfegruppe

‘Gut Schluck!’

Prof. Dr. Burkhard H. A. von Rahden