Diagnostik bei Achalasie: Endoskopie (Magenspiegelung)

Die Verdachtsdiagnose „Achalasie“ ergibt sich meist durch die Endoskopie (Speiseröhren-/ Magenspiegelung), der sog. Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD). Diese Methode ermöglicht die Untersuchung des oberen Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magens bis zum Zwölffingerdarm) „von innen“.

Bei der Achalasie kann man häufig den enggestellten Übergang zwischen Speiseröhre und Magen (ÖGÜ) erkennen, sowie die Weitstellung der Speiseröhre und bisweilen krankhaften (pathologische) Kontraktionen in der Speiseröhre. Der ÖGÜ ist of nur auf Druck mit dem Endoskop passierbar. Auch eine mangelhafte Entleerung der Speiseröhre, mit Speiseresten oder Flüssigkeitsspiegel in der Speiseröhre, kann zu erkennen sein. Weiter ist in der ÖGD häufig eine Soor-Besiedelung (Pilzbefall mit Candida albicans) zu erkennen.

Endoskopisches Bild bei Achalasie: Zu erkennen ist der enggestellte und oft nur auf Druck mit dem Endoskopiegerät passierbare Übergang zwischen Speiseröhre und Magen.

Die wichtigste Aufgabe der Endoskopie ist zunächst auch der Ausschluß einer Krebserkrankung am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen, die eine Achalasie imitieren kann (Sekundäre Achalasie, Pseudoachalasie).

Basierend auf der Verdachtsdiagnose sollte die weitere  Diagnostik (Manometrie,Breischluckuntersuchung, ggf. CT, ggf. EUS) veranlasst werden.


Speiseröhre mit Flüssigkeitsspiegel und Speiseresten durch die unzureichende Reinigung („Clearance“) Entleerung der Speiseröhre bei Achalasie.

Schwierigkeit der Endoskopischen Diagnose “Achalasie”:

Insbesondere in frühen Stadien der Achalasie kann es schwierig sein, die Erkrankung endoskopisch zu erkennen. Die Engstellung des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen kann nur leicht ausgeprägt sein, und die Einschätzung durch den Endoskopiker ist natürlich ebenfalls etwas subjektiv. Auch die Weitstellung (Dilatation) der Speiseröhre ist bei Frühformen der Achalasie mit noch nicht oder wenig dilatierter (weitgestellter) Speiseröhre schwierig einzuschätzen. Dies liegt daran, dass die Endoskopie mit Luftinsufflation (Lufteinblasung) zur Entfaltung durchgeführt wird. Das Erscheinungsbild hängt dann also auch vom Ausmaß der Luftinsufflation ab.