(Campos et al., 2009, The Annals of Surgery)

Die laparoskopische Heller Myotomie (LHM), kombiniert mit einer Fundoplikatio nach Dor, ist klar den endoskopischen Therapieverfahren (Botoxinjektion, pneumatische Dilatation) überlegen und sollte als Standardverfahren verwendet werden.

Campos et al. von der Universität in San Franzisco/U.S.A. haben in 2009 eine große systematische Übersicht und Meta-Analyse (Zusammenfassende Analyse der gesammelten Daten) in der hochrangigsten chirurgishen Zeitschrift (Annals of Surgery) veröffentlicht. Insgesamt 105 Artikel mit insgesamt 7855 Patienten wurden berücksichtigt. Hinsichtlich der endoskopischen Therapieverfahren zeigte sich, dass die Kontrolle der Dysphagie (Aufhebung der Schluckstörung) besser war mit der pneumatischen Dilatation (68,2%) als mit der Botoxinjektion (40,6%). Auch die  Notwendigkeit eine weitere Therapie zu benötigen war nach endoskopischer Botoxinjektion höher (46,6%) im Vergleich zur pneumatischen Dilatation (25%). Im Vergleich hierzu war die laparoskopische Heller Myotomie (LHM) wesentlich besser, mit Kontrolle der Dysphagie in 90%. Auch die Komplikationsrate war mit LHM niedrig (6,3%). Die Häufigkeit von postoperativem Reflux war niedriger, wenn einer Fundoplikatio durchgeführt wurde (8,8%) im Vergleich zur Myotomie ohne zusätzliche Fundoplikatio (31,5%).

Literaturstelle

Campos GM, Vittinghoff E, Rabl C, Takata M, Gadenstätter M, Lin F, Ciovica R (2009) Endoscopic and surgical treatments for achalasia: a systematic review and meta-analysis. Ann Surg 249:45-57 [Externer LINK zur PubMed Datenbank]