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Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß und Kinderchirurgie

Universitätsklinikum Würzburg

Zentrum für operative Medizin (ZOM)

Oberdürrbacher Straße 6

97080 Würzburg

 

Achalasie-Zentrum Würzburg

Leiter und Ansprechpartner:

Prof. Dr. Burkhard H. A. von Rahden

Tel.: 0931-201-31045

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Terminvergabe:

Zentrales Patientenmanagement (ZPM):

Tel.: 0931-201-39999

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(Krishnamohan et al., 2013, J Thorac Cardiovasc Surg)

Die laparoskopische Myotomie nach Heller, kombiniert mit einer Antirefluxoperation, ist eine sehr effektive Therapieoption für die Achalasie. Etwa 1/3 der Patienten ist vollständig beschwerdefrei im langfristigen Nachbeobachtung. Die symptomatischen Patienten haben überwiegend nur geringe Beschwerden.

Krishnamohan et al. von der Mayo Clinic in Rochester haben jetzt Langzeitergebnisse der laparoskopischen Heller Myotomie (LHM) vorgelegt. Eingeschlossen wurden 500 Patienten, die zwiwschen 1998 und 2011 operiert worden waren.

Das mediane Patientenalter betrug 51 Jahre. Dysphagie (Schluckstörung) war das Hauptsymptom bei 94,4% der Patienten. Regurgitationen (Rückfluß von Nahrungsbestandteilen) gaben 76,4% der Patienten an. 40.6% der Patienten gaben Sodbrennen an. Brustschmerzen wurden von 33,6% der Patienten als Symptom angegeben. 52,8% berichteten über Gewichtsverlust >10kg. 60,6% der Patienten waren vorbehandelt (239 PD, 135 Botox, 30 Myotomie).

Kombination mit einer Antireflux-Manschette

Bei 95,4% der Patienten war der Eingriff mit einer Antireflux-Manschette kombiniert worden. Bei nur 23 Patienten (4.6%) war die Myotomie ohne Fundoplicatio durchgeführt

268 Toupet-Fundopliatio

209 Dor-Fundoplicatio

Morbidität, Mortalität, Komplikationen
  • Kein Patient verstarb bei der Operation.
  • Ein Umstige vom laparoskopischen Vorgehen (Schlüssellochchirurgie) zur offenen Operation war bei 16 Patienten (3,2%) erforderlich.
  • Insgesamt 52 Perforation (10,4%) ereigneten sich. Alle diese Verletzungen wurden während der Operation repariert.
  • Andere Komplikationen der Operation (Blutung, Vorhofflimmern, Lungenentzündung) waren bei 26 Patienten beobachtet worden (5,2%)
Fragebogenstudie zur Nachbeobachtung

Hieran nahmen 241 der 500 Patienten teil (48,2%) der Patienten teil. Die Nachbeobachtungszeit betrug 77,5 Monate

Vorliegen und Stärke von Dysphagie (Schluckstörung)

80 Patienten (32,2%) gaben an überhaupt keine Schluckstörung zu haben

Von 160 Patienten, diee Schluckprobleme angaben, schätzten

40 (22,2%) die Dysphagie als gering ein,

98 (70%) die Dysphagie als mäßig ein und nur

22 (15,7%) die Dysphagie als schwer ein

Häufigkeit Dysphagie (Schluckstörung)

70 Patienten (43,8%) einmal pro Woche oder seltener

41 Patienten (25,6%) mehrmals pro Woche

49 (30,6%) täglich

Sodbrennen

170 von 241 Patienten (70,5%)

Regurgitationen (Aufstossen)

89 von 241 (36,9%)

Einnahme von Antazida

159 von 241 (66,0%)

Prognosefaktoren für ein gutes Ergebnis der Therapie

Der einzige Faktor, der mit einem guten Behandlungsergebnis zusammenhing, war das Patientenalter über 65Jahre (ältere Patienten hatten in dieser Studie bessere Ergebnisse). Alle anderen untersuchten Faktoren (Geschlecht, Vorbehandlung mit Botox oder pneumatischer Dilatation, Umstieg zum offenen Vorgehen, Intraoperative Verletzung der Schleimhaut, beeinflussten langfristig nicht die Schluckfunktion


 

Literaturstelle

Krishnamohan P, Allen MS, Shen KR, Wigle DA, Nichols FC 3rd, Cassivi SD, Harmsen WS, Deschamps C. Long-term outcome after laparoscopic myotomy for achalasia. J Thorac Cardiovasc Surg. 2013 Nov 13. pii: S0022-5223(13)01161-6. doi: 10.1016/j.jtcvs.2013.09.063.

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